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Laden mit eigenem Strom.

Eine Wallbox lädt Ihr E-Auto mit 11 kW und, wenn Sie das wollen, bevorzugt mit dem Überschuss Ihrer PV-Anlage. Wir klären Zählerschrank und Zuleitung, installieren die Box und melden sie beim Netzbetreiber an.

So funktioniert's

Vom Zählerschrank ins Auto.

Die Wallbox ist ein fest installiertes Ladegerät mit eigener Zuleitung und Absicherung. Sie liefert Wechselstrom. Im Auto wandelt der Bordlader ihn in Gleichstrom für die Batterie um.

Beim PV-Überschussladen passt die Wallbox die Ladeleistung laufend an den Überschuss an. Technisch geht das erst ab 6 A Ladestrom: einphasig sind das etwa 1,4 kW, dreiphasig etwa 4,1 kW. Liegt der Überschuss darunter, wartet die Box oder zieht den Rest aus dem Netz, je nach Einstellung.

Boxen mit Phasenumschaltung starten einphasig und wechseln bei mehr Überschuss auf drei Phasen. So wird die Mindestleistung früher am Tag erreicht.

  • Eigener Stromkreis mit Leitungsschutz und Fehlerstromschutz (Typ A mit 6-mA-Gleichstromerkennung oder Typ B).

  • Zuleitung vom Zählerschrank zur Box, meist 5 × 6 mm². Länge und Verlegeart entscheiden.

  • Anmeldung beim Netzbetreiber. Bis 11 kW genügt die Anmeldung, über 11 kW ist eine Genehmigung nötig.

  • Freigabe per RFID-Karte oder App. Ein MID-Zähler dokumentiert die geladene Menge, wenn abgerechnet werden muss.

  • Ein Energiemanager verbindet die Box mit PV-Anlage und Speicher.

Vorteile

Was die Wallbox bringt.

Gegenüber der Haushaltssteckdose und gegenüber öffentlichen Ladesäulen.

  • Schneller als die Steckdose

    11 kW laden etwa 50 bis 60 km Reichweite pro Stunde nach. Eine Haushaltssteckdose liefert dauerhaft nur rund 2,3 kW und ist für Dauerlast nicht gedacht.

  • Laden mit PV-Überschuss

    Eigener Solarstrom kostet Sie in Form entgangener Einspeisevergütung nur 7–8 ct/kWh. Strom aus dem Netz kostet rund 35 ct/kWh.

  • Zugangskontrolle

    Freigabe per RFID oder App. Fremde laden nicht auf Ihre Kosten.

  • Lastmanagement

    Die Box begrenzt die Ladeleistung, wenn Wärmepumpe, Herd und Waschmaschine gleichzeitig laufen. So wird der Hausanschluss nicht überlastet.

  • Nachweis der Ladung

    Mit MID-Zähler lässt sich die geladene Strommenge nachweisen, etwa für die Erstattung durch den Arbeitgeber.

  • Offen für später

    Zuleitung und Absicherung legen wir so aus, dass ein Autowechsel oder eine zweite Box ohne neue Leitung möglich ist.

Technik

Was an der Wand hängt.

Wir prüfen Zählerschrank, freie Plätze für Sicherungen, Leitungsweg und Entfernung zum Stellplatz.

Daraus ergibt sich, ob ein einfacher Anschluss reicht oder ob der Zählerschrank angepasst werden muss. Der Anschluss darf nur von einem Elektrobetrieb ausgeführt werden, der beim Netzbetreiber im Installateurverzeichnis eingetragen ist.

Ladeleistung11 kW, dreiphasig, PV-Überschussladen
AnschlussTyp-2-Stecker oder fest angeschlagenes Kabel
MeldungBis 11 kW beim Netzbetreiber anmelden; über 11 kW genehmigungspflichtig
SchutzFI Typ A mit 6-mA-DC-Erkennung in der Box oder FI Typ B
SteuerungRFID oder App; Lastmanagement; Phasenumschaltung optional
ZählerMID-konformer Zähler optional
NetzbetreiberSteuerbar nach § 14a EnWG, Reduzierung auf 4,2 kW bei Engpässen

Typische WerteStand 2026

Häufige Fragen

Fragen zur Wallbox.

Muss ich die Wallbox anmelden?

Ja. Jede Wallbox ist beim Netzbetreiber anzumelden, und zwar vor der Inbetriebnahme. Bei einer Ladeleistung über 11 kW braucht es zusätzlich dessen Genehmigung. Die Formulare füllen wir mit Ihnen aus und reichen sie ein.

Was bedeutet § 14a EnWG für mich?

Neue Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Netzbezug gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Droht das Netz überlastet zu werden, darf der Netzbetreiber die Leistung kurzzeitig auf 4,2 kW senken. Das Auto lädt dann langsamer, es lädt aber weiter. Dafür sinken die Netzentgelte; zur Wahl stehen mehrere Modelle. Die Details legt Ihr Netzbetreiber fest.

Kann die Wallbox nur mit Solarstrom laden?

Ja, wenn Sie die Box so einstellen. Im Winter und nachts reicht die PV-Leistung aber oft nicht, dann wartet das Auto. Üblich sind Betriebsarten wie nur Überschuss, Überschuss mit Mindestleistung und volle Leistung. Welche Sie wählen, entscheiden Sie nach Ihrem Fahrprofil.

Wie lange dauert das Laden?

Eine 60-kWh-Batterie lädt bei 11 kW von 20 auf 80 % in etwa dreieinhalb bis vier Stunden. Hat Ihr Auto nur einen einphasigen Lader, oft mit 7,4 kW, dauert es länger. Die Leistung bestimmt immer das schwächere Glied: Box oder Bordlader.

Gibt es eine Förderung?

Bundesweit gibt es für private Wallboxen derzeit keinen festen Zuschuss. Einzelne Länder, Kommunen und Netzbetreiber legen eigene Programme auf. Ob in Ihrer Region eines läuft, prüfen wir vor dem Angebot.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten persönlich.

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