Wärmepumpe
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Leistung D · Wärmepumpe
Heizen mit Wärme aus der Luft.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe holt Wärme aus der Außenluft und hebt sie auf Heiztemperatur. Aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Haus drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Wir berechnen zuerst die Heizlast, dann das Gerät.
So funktioniert's
Vier Schritte im Kreislauf.
Im Gerät läuft ein Kältemittel im Kreis. Es verdampft schon bei sehr niedriger Temperatur, nimmt dabei Wärme aus der Außenluft auf und gibt sie nach der Verdichtung an das Heizungswasser ab. Auch bei minus 10 °C steckt noch Wärme in der Luft.
Verdampfen
Ein Ventilator bläst Außenluft über den Verdampfer. Das kalte Kältemittel nimmt die Wärme auf und wird gasförmig.
Verdichten
Der Verdichter presst das Gas zusammen. Druck und Temperatur steigen auf Heizniveau. Dafür braucht die Anlage Strom.
Verflüssigen
Im Verflüssiger gibt das heiße Gas seine Wärme an das Heizungswasser ab und wird wieder flüssig.
Entspannen
Das Expansionsventil senkt den Druck. Das Kältemittel kühlt ab, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Vorteile
Was die Wärmepumpe bringt.
Ob sie sich für Ihr Haus lohnt, hängt vor allem von der nötigen Vorlauftemperatur ab. Das messen wir, bevor wir ein Gerät vorschlagen.
Mehr Wärme je kWh
Mit einer Jahresarbeitszahl von 3 bis 4,5 liefert die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 3 bis 4,5 kWh Wärme. Ein Gas-Brennwertkessel setzt aus 1 kWh Gas höchstens etwa 1 kWh frei.
Förderung
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG, KfW-Programm 458) gibt es Zuschüsse. Die Grundförderung liegt derzeit bei 30 %, mit Boni bis 70 %. Die Konditionen können sich ändern.
Zusammen mit PV
Ein Teil des Wärmepumpenstroms kann vom eigenen Dach kommen. Im Winter ist das wenig, in der Übergangszeit und für Warmwasser im Sommer mehr.
Heizung und Warmwasser
Dieselbe Wärmepumpe lädt den Warmwasserspeicher. Modelle mit Kühlfunktion können im Sommer auch kühlen.
Wenig Wartung
Es gibt keinen Brenner und keinen Schornstein. Üblich ist eine jährliche Wartung durch den Fachbetrieb.
CO2-Preis betrifft Strom nicht
Gas und Heizöl werden über den CO2-Preis schrittweise teurer. Auf Strom fällt dieser Aufschlag nicht an.


Technik
Was draußen steht und was im Keller.
Vor jedem Angebot berechnen wir die Heizlast Raum für Raum und prüfen, welche Vorlauftemperatur Ihre Heizkörper oder Ihre Fußbodenheizung brauchen.
Je niedriger die Vorlauftemperatur sein kann, desto höher wird die Jahresarbeitszahl. Der hydraulische Abgleich der Heizung ist Voraussetzung für die Förderung und verbessert die Effizienz.
| Bauart | Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock oder Split) |
|---|---|
| Jahresarbeitszahl | typ. 3–4,5, abhängig von Haus und Vorlauftemperatur |
| Vorlauftemperatur | ca. 35 °C (Fußbodenheizung) bis ca. 55 °C (Heizkörper) |
| Kältemittel | je nach Gerät R290 (Propan) oder R32 |
| Schall | Schallleistung des Außengeräts ca. 50–65 dB(A) |
| Warmwasser | Speicher, ca. 200–300 l |
| Förderung | BEG-Einzelmaßnahmen über KfW-Programm 458 möglich |
| Netz | Steuerbar nach § 14a EnWG; Wärmepumpentarif möglich |
Typische WerteStand 2026
Häufige Fragen
Fragen zur Wärmepumpe.
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?
Oft ja. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, die an kalten Tagen nötig ist, nicht das Baujahr. Mit einzelnen größeren Heizkörpern und einer gedämmten Kellerdecke reichen häufig Temperaturen unter 55 °C. Wir messen die Heizlast und prüfen die Heizflächen, bevor wir ein Gerät vorschlagen.
Wie laut ist das Außengerät?
Moderne Geräte erreichen eine Schallleistung von etwa 50 bis 65 dB(A). Entscheidend ist, was am Nachbarhaus ankommt. Nach TA Lärm gelten nachts in reinen Wohngebieten 35 dB(A), in allgemeinen Wohngebieten 40 dB(A), gemessen vor dem offenen Fenster. Abstand und Aufstellort bestimmen, ob das eingehalten wird.
Wie hoch ist die Förderung?
Die Grundförderung beträgt derzeit 30 %. Dazu kommen der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % (Austausch einer alten fossilen Heizung, selbst genutztes Wohneigentum), der Einkommensbonus von 30 % (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €) und der Effizienzbonus von 5 % (natürliches Kältemittel wie Propan). Insgesamt höchstens 70 %, förderfähig sind Kosten bis 30.000 € für die erste Wohneinheit. Den Antrag stellen Sie über das KfW-Portal; wir bereiten ihn mit Ihnen vor. Maßgeblich sind die Bedingungen zum Zeitpunkt des Antrags.
Wie viel kostet eine Wärmepumpe?
Für ein Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten für Luft-Wasser-Wärmepumpe, Montage, Warmwasserspeicher und Anpassungen am Heizkreis häufig zwischen 25.000 und 40.000 € vor Förderung. Der konkrete Preis hängt von Heizlast, Gerät und Aufwand im Haus ab. Ein verbindliches Angebot gibt es nach der Besichtigung.
Was bringt die Kombination mit Photovoltaik?
Im Winter, wenn die Wärmepumpe am meisten braucht, liefert die PV-Anlage am wenigsten. Über das Jahr deckt sie trotzdem einen Teil des Wärmepumpenstroms, vor allem in der Übergangszeit und für Warmwasser. Mit einem Energiemanager lässt sich der Warmwasserspeicher gezielt bei Überschuss aufheizen und dient so als Wärmespeicher.
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir antworten persönlich.
Frage stellenPasst dazu
Was zur Wärmepumpe passt.
Die Wärmepumpe wird oft der größte Stromverbraucher im Haus. Was davor und daneben sinnvoll ist, rechnen wir mit Ihnen durch.
Photovoltaik
Deckt einen Teil des Wärmepumpenstroms, besonders im Sommerhalbjahr und in der Übergangszeit.
Mehr erfahren B — StromspeicherStromspeicher
Hilft in der Übergangszeit und am Abend. Im Hochwinter reicht die Erzeugung selten, auch mit Speicher.
Mehr erfahren C — WallboxWallbox
Wärmepumpe und Wallbox zusammen sind die größten Verbraucher. Lastmanagement schützt den Hausanschluss.
Mehr erfahrenNächster Schritt
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